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impressum / all rights reserved. © MOON BLVD. Records, 2024 | © Jules Ahoi, 2024 | © Julian Braun, 2024

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Jules Ahoi nimmt uns mit auf eine Reise. Aber dieses Mal geht es nicht ans Meer. Im Februar 2023 wohnt der Singer-/Songwriter und Grafiker im Rahmen einer Künstlerresidenz im Weltkulturerbe Bauhaus Dessau. Für einen Monat lebt und kreiert er allein im alten Meisterhaus des Malers, Typografen und Bühnenbildners Lázló Moholy-Nagy. Das Haus ist eines von vier Professoren-Häusern, die auf dem Gelände der heutigen Stiftung nebeneinander stehen. 

 

Mit der ersten Single “Old Master’s House” vom kommenden Album “MAGNOLIA (The Bauhaus Tapes)” öffnet uns der 34-Jährige die Tür zu seinem Inneren und gewährt einen ersten Einblick in sein neues künstlerisches Kapitel. Die Texte für das neue Album schreibt Jules in seiner Zeit in Dessau ausschließlich auf einer alten Schreibmaschine. Diese findet er auf einem Sperrmüllhaufen, als er unterwegs zum Bauhaus in einem kleinen Ort in Brandenburg einen Zwischenstopp mit seinem Van einlegt. Am Ende der Residenz steht so nicht nur der Anfang für sein neues Album “MAGNOLIA (The Bauhaus Tapes)”, sondern auch eine interdisziplinäre Ausstellung, in der er neben seiner Musik, auch die gesammelten Fragmente und Fehlversuche präsentiert, die letztlich erst zu einem fertigen Werk führen. Dieses Zusammenspiel verschiedener kreativer Ausdrucksformen bildet das Genre, das “MAGNOLIA (The Bauhaus Tapes)” vielleicht am Besten beschreibt – Artfolk.

 

“Ich habe in dem Song die sehr subjektiven Eindrücke und Erlebnisse, die ich in diesem Haus hatte niedergeschrieben”, erzählt der Wahlkölner über den Entstehungsprozess von “Old Master’s House”. “Eigentlich muss man mal dort gewesen sein, um die Schattenspiele zu sehen. Die Kiefern, die vor den großen Fenstern stehen, werfen wahnsinnige Schatten im ganzen Gebäude. Dadurch ist das Innenleben des Hauses in ständigem Wandel. Die Häuser sind gleichzeitig auch Museen und die Besucher:innen, die sich das Bauhaus anschauen, spazieren oft durch die Gärten der Meisterhäuser. Das heißt, es schaut ständig jemand durchs Fenster und sagt: ‘Ah, guck mal, da sitzt einer und macht was.’ Man hört ein konstantes Tuscheln um dieses Haus herum – und das in Verbindung mit den Vögeln in den Bäumen und wie der Wind durch die Pinien geht… Man ist Teil des Ganzen und Eindringling gleichermaßen - beinahe wie ein Ausstellungsgegenstand.” 

Inspiriert von Fernweh und Sehnsucht, einem verblassenden Sommer und den Zeichen der Zeit, die sich in allem zeigen, setzt sich der Track mit Raum und Leere auseinander, und damit, wie die Vergangenheit nachwirkt und Einfluss auf das Jetzt nimmt. “Old Master’s House” ist ein melancholischer Altpop-Song, der einen in den Arm nimmt und beruhigend hin und her wiegt, während er die Geschichte dieses temporären Zuhauses erzählt, das die Natur hineinlässt, statt sie auszusperren. Das Meisterhaus hinterließ einen nachhaltigen Eindruck auf Jules – und es wird philosophisch: “Ich habe dort darüber nachgedacht: Was bleibt eigentlich, wenn die Menschen, die diese Monumente erbauen, nicht mehr existieren? All die Dinge, die überall herum stehen - Denkmäler, Bauwerke… Am Ende zählt doch nur, wie viel Zwischenmenschlichkeit und Liebe du in die Welt gebracht hast - dafür braucht es keinen Beton.”

 

Spätestens wenn die leicht verzerrten Klänge eines Kinderklaviers einsetzen, – das Jules, wie auch die Schreibmaschine, vor seinem Aufenthalt im Bauhaus zufällig gefunden hat – holt mindestens jeden, der ein solches als Kind mal spielen durfte, die schmerzhaft-schöne Nostalgie dieses Tracks ab. Untermalt wird die Stimmung von den tiefen Klängen des Cellos und den sanften Percussions, die den wiegenden Rhythmus von “Old Master’s House” vorgeben. Die reduzierte und mit Absicht “unperfekte” Instrumentierung geht mit den Stimmen von Jules und Cellistin Muriel Bonn eine Verbindung ein, die man wieder und wieder hören möchte. 

 

Diese erste Single vom kommenden Album “MAGNOLIA (The Bauhaus Tapes)”, mit dem Jules Ahoi im Herbst 2024 in neuer Band-Formation durch ganz Deutschland auf Tour geht, ist somit der Auftakt zu einer neuen Phase der Introspektion und Selbstfindung für den Künstler und lässt die experimentelle und multidisziplinäre Dimension seines mittlerweile bereits sechsten Albums erahnen.

 

Old Master’s House“ erscheint am 07. Juni via Embassy of Music.

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